Synagieren - Initiative für gemeinsames Handeln

Das Herz des Wirkcamps - unsere Arbeitsgruppen

Seit 2009 haben wir in bereits 12 Wirkcamps mit fast tausend Teilnehmer*innen von regional bis global, digital und mit der Schaufel, draußen, drinnen und im öffentlichen Raum synagiert. Hier findet ihr eine Übersicht über alle Arbeitsgruppen und auf unserem Synagieren-Blog versuchen wir, euch über neuere Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Gesellschaftlich

Klimaneutral einkaufen
Äpfel aus Australien, Wein aus Südafrika und argentinisches Rindfleisch in offenstehenden Kühlregalen – das deutet auf eine schlechte CO2-Bilanz hin. Doch nichts Genaues weiß man nicht. Die Umweltkosten von Supermarkt-Produkten bleiben im Dunkeln. Umweltbewussten Verbrauchern fehlt so die Informationsgrundlage, um nachhaltige Konsumentscheidungen zu treffen. Das wollen wir ändern und einen Klimapreis für Produkte einführen. In Lüneburg gab es eine Aktion in einem Supermarkt, die gefilmt wurde und aus der ein Video entstanden ist.
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AG3
Gemeinwohlökonomie in Lüneburg
Die gegenwärtigen ökologischen, sozialen und ökonomischen Krisen fordern mutige und entschlossene Visionen und Menschen, die sich an der Entwicklung einer sozial nachhaltigen Zukunft beteiligen. Die Bewegung für eine Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) versteht sich in diesem Sinne als Impulsgeber und Initiator für weitreichende Veränderungen. Dabei wurde das GWÖ Konzept basierend auf den theoretischen Grundlagen und bereits gesammelten Erfahrung der GWÖ konkret am Beispiel einiger regionaler, Lüneburger Unternehmen angewendet.
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AG4
Freiwilligenarbeit mit Kindern in Flüchtlingsheimen
Wir sind der Kinderklub und bieten seit einem Jahr einmal wöchentlich ein Nachmittagsprogramm für Kinder in einem Asylbewerberheim in Berlin an. Im Heim leben ca. 200 Kinder verschiedener Nationalitäten und ca. 30 davon besuchen den Kinderklub. Auf dem Camp haben wir Spiele und Aktivitäten entwickelt, die speziell auf die Situation der Kinder im Heim zugeschnitten sind: die Kinder sollen Spaß, Gruppenzusammengehörigkeit und Rückhalt erfahren und in ihrer Entwicklung gefördert werden.
Außerdem wird ein Netzwerk geschaffen, sodass ähnliche Initiativen in anderen deutschen Asylheimen angeregt werden bzw. auf das Material zugreifen und es erweitern können.
AG2: Vermarktungsstrategien für Niemprodukte aus Ghana
Stadtentwicklung in Bürgerhand
Spätestens seit Stuttgart 21 ist Stadtentwicklung nicht mehr nur ein Thema der Verwaltung, sondern der breiten Bürgerschaft. Auch die Neuplanung eines zentralen Jenaer Platzes bringt viele Menschen dazu, für eine nachhaltige Stadtplanung und echte Bürgerbestimmung zu kämpfen. Diese Initiative haben wir mit konkreten Anregungen und öffentlichen Aktionen unterstützt. Dabei haben wir über bürgerschäftliches Engagement weit über Jena hinaus nachgedacht.

Zu den Ergebnissen des Projekts  
AG2: Vermarktungsstrategien für Niemprodukte aus Ghana
Citytags - die urbane Wikipedia
Das Bestehende zu erkennen und zu schätzen ist oft wertvoller als Neues in die Welt zu setzen. Wir suchen Menschen, die sich für ihre Stadt und die Umgebung interessieren und anderen Schönes, Kritisches, Trauriges, Lustiges, Erstaunliches darüber erzählen wollen.
AG2: Vermarktungsstrategien für Niemprodukte aus Ghana
Konsum Global Leipzig
Konsum Global veranstaltet interaktive Stadtführungen, die in mehreren Stationen den Zusammenhang zwischen Konsum und Globalisierung verdeutlichen sollen. Für die Leipziger Gruppe wollen wir einen Schlachtplan zur Verbreitung der Idee ausarbeiten.

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AG5: Konsum Global Leipzig
Umweltinformationsservice für Lehrkräfte
Wie im vergangen Jahr gibt es auch dieses Mal wieder eine AG in Kooperation mit dem BMU. Dabei werden wir diesmal in ein Pilotprojekt eingebunden: Das BMU möchte einen Umweltinformationsservice für Lehrkräfte einrichten und wir werden auf unserem Camp die Struktur einer solchen Onlineplattform sowie erste Inhalte gemeinsam erarbeiten.

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AG8: Umweltinformationsservice für Lehrkräfte
Überarbeitung von Bildungsmaterialien des BMU
Nachhaltigkeit und Umwelt sind zentrale Themen für die Bildung, doch leider kommen sie im Unterricht immer noch zu kurz. Um das zu verbessern, hat die Arbeitsgruppe 2 sich direkt an das Bundesministerium für Umwelt (BMU) gewandt und in gemeinsamer Arbeit die BMU-Broschüren und Materialien zur Gestaltung von Unterricht zu Nachhaltigkeit und Umwelt zum Thema Klima und zum Thema Energie didaktisch und wissenschaftlich überarbeitet. Außerdem wurden Konzepte erstellt, wie mehr Lehrkräfte dazu gebracht werden können die bestehenden Materialien im Unterricht auch einzusetzen.

Zwei Teilnehmer der Arbeitsgruppe haben nach dem Wirkcamp dem Bundesumweltministerium die überarbeiteten Versionen der beiden BMU-Broschüren präsentiert und ihre Vorschläge zur besseren Integration der Materialien im Unterricht diskutiert. Das BMU fand die Arbeit der AG so überzeugend, dass es die Zusammenarbeit mit uns auch auf dem nächsten Camp in Leipzig fortgesetzt hat. Leider ist es jedoch in beiden Fällen aufgrund von internen Umstrukturierungen im Ministerium nie zu einer Umsetzung unserer Eingaben gekommen.

Praktisch

Hexenstich
Upcycling selbst aus und anprobieren. Das gibts in der Hexenstich AG. Mit verschiedenen Techniken wurde Kleidung, Taschen, Schmuck und ähnliches angefertig. Das Material wurde aus Kleiderspenden bezogen. Die Ergebnisse wurden gleich auf dem Camp versteigert und die Erlöse gespendet.
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AG6
Upcycle Your Life
Hose mit Loch, Essen im Eimer und zu viel nutzlose Verpackung. Was soll man da tun? Wir versuchen, im Alltag ein etwas anderes Leben zu führen und haben erlebt, dass Konsumverzicht mit kreativen Ideen die Augen öffnen kann für ganz viel Neues, wie z.B. eine neue Wertschätzung und neue Dankbarkeit für vermeintlich Wertloses. Auf dem Wirkcamp wurde aktiv Upcycling betrieben. Portemonnaies, Handpuppen, Plastiketuis...
AG1: Upcycle Your Life
Lastenfahrrad
Fahrradmobilität ist besonders in Städten sehr verbreitet. Beim Transport mit Fahrrädern gibt es aber noch Ausbaumöglichkeiten. Hier liegt der Ansatzpunkt dieser AG: Mit dem Bau eines Lastenfahrrads sollte ein Beitrag zur autofreien Bewegung in Lüneburg geleistet werden. Das wurde erreicht: Das Lastenrad fährt!
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AG7
Rebikle
In jeder Universitätsstadt gibt es sie zuhauf: Fahrradleichen. Sie stehen seit Jahren am selben Platz, man erkennt sie unter anderem an den Pflanzen, die sich langsam hochranken. Mal fehlt ihnen die Luft, mal der Sattel oder mehr. Der Zeitpunkt ist gekommen, sie wieder zum Fahren zu bringen...
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AG7: Stückwerk
Bamboo Bikes
"Back to the roots" - bei den Bamboo Bikes ist das wörtlich zu nehmen und bei dieser AG durfte geklebt, lackiert und gewerkelt werden. Ziel der Projektwerkstatt der TU Berlin ist es, Fahrräder so weit wie möglich aus nachwachsenden Rohstoffen zu bauen und dabei haben sie bereits einige vielversprechende Prototypen angefertigt. Auf dem Wirkcamp ist nun ein weiterer Rahmen aus Bambus und ein erster Fahrradanhänger hinzukommen. 
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AG3: Bamboobikes
Beachen auf der Brache
Gemeinsam werden wir eine städtische Brachfläche besetzen und diesen Ort des scheinbaren Verlustes zu einem Raum der (genutzten) Chancen umgestalten.

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AG6: Beachen auf der Brache

Online

Klimaspiel Keep Cool
„Keep Cool“ ist ein Brettspiel, in dem den Spielenden die Problematik des Klimawandels und seine Folgen näher gebracht werden. Jeder Mitspielende vertritt dabei eine Region der Erde, in deren Interesse er handelt. Gleichzeitig gilt es jedoch, als Weltgemeinschaft die Folgen des Klimawandels einzugrenzen und die Erde vor der Klimakatastrophe zu retten. Das Spiel ist bereits in drei Auflagen erschienen, aber leider vergriffen. Auf dem Wirkcamp wurde ein Video für eine Crowdfounding Kampagne gedreht, um eine vierte, überarbeitete Auflage herauszubringen. 
AG1
Mundräubers Handbuch
Wer kennt ihn nicht, den Anblick wenn die Frucht buchstäblich am Ast verfault. Schade drum, mag sich mancher denken. Nicht so die Plattform mundraub.org. Dort werden Beutezüge in die Welt der Obstallmende geplant, und auf dem Wirkcamp haben wir Mundräuber gemeinsam mit unserer Arbeitsgruppe eine neue Phase des Projekts eingelläutet.
AG1: Mundräubers Handbuch
Social Impact Investment

Geld lieber spenden oder investieren? Wir entwickeln mit euch eine Online-Plattform, die beides möglich macht. Gutes Investieren in ganz konkrete unternehmerische Projekte von Menschen weltweit. Sozial wirksam vor Ort, attraktiv für jeden Geldbeutel in Deutschland. 

AG8: Nest
Wikipedia
"Hey, hey Wiki..." Wir alle kennen und nutzen sie und für viele ist es das Nachschlagewerk Nummer eins. Doch wer von uns hat tatsächlich schonmal selbst einen Artikel geschrieben? Oder einen Fehler korrigiert? In dieser AG haben wir gemeinsam die unsichtbare Schwelle übersprungen und 10 Artikel über gemeinnützige Initiativen verfasst. 
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AG4: Wikipedia
Bio- und Fairtrade Zertifikate für Textilien im Vergleich
Spätestens seit wir wissen, dass die Herstellung vieler Kleidungsstücke mit gesundheitsschädlichen Substanzen und schockierenden Arbeitsbedingungen verbunden ist, kann das Klamottenshoppen für einen interessierten Verbraucher zu einer schwierigen Angelegenheit werden.

Obwohl es eine Vielzahl von Bio- und Fairtrade-Initiativen gibt, die bestimmte Produktionsstandards garantieren, fehlt dem Verbraucher oft die Information, was ein bestimmtes Zertifikat denn überhaupt bedeutet. Garantiert es nur den ökologischen Baumwollanbau oder setzt es sich auch für menschenwürdige Arbeitsbedingungen ein?

Auch die Tatsache, dass es schon recht schwierig ist herauszufinden, welche Zertifikate es überhaupt gibt, macht es für die meisten Verbraucher fast unmöglich, sich kurz vor einem Einkauf über Initiativen und Produktionskriterien zu informieren.

Um diese Lücke zu schließen, hat die Arbeitsgruppe 5 auf unserem ersten Wirkcamp die bestehenden Initiativen gesammelt und auf bestimmte soziale und ökologische Kriterien hin untersucht. Daraus ist im letzten Sommer dann die Internetseite www.fair-zieht-an.de entstanden. Neben einer vergleichenden Übersicht bestehender Initiativen findet man dort eine Liste mit Shops und Vertreibern von zertifizierter Kleidung und eine Diskussionsseite mit aktuellen Artikeln zum Thema. 

Zur Website von Fair zieht an.

An der Uni

Seminarbaukasten „Heterodoxe Ökonomik“
An den deutschen Universitäten ist die Wirtschaftswissenschaft von der neoklassischen Denkschule geprägt. Doch wir stehen vor großen Herausforderungen und Studierende von heute tragen das Gelernte in die Welt. Deshalb sollte sich jede_r Wirtschaftsstudent_in mit der Pluralität der Denkansätze auseinandersetzen, um in der Wissenschaft, in der Wirtschaft und in der Gesellschaft neue Wege zu denken. Auf dem Wirkcamp wurde ein erster Grundstein dafür gelegt und erste Bausteine für ein Seminarprogramm zu alternativen Theorien entwickelt werden.
AG2: Seminarbaukasten "Heterodoxe Ökonomik"
Hochschulbildung für die Zukunft
Nachhaltigkeit ist in aller Munde, auch an den Universitäten, und doch scheint sich an der Alma Mater wenig wirklich zu bewegen. Das wollen wir ändern! Nach Vorbild des "Studium Oekologicum" an der Universität Tübingen haben wir ein Seminarprogramm "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" an der TU Darmstadt entworfen.
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AG7: Hochschulbildung
Modulbausteine für Ingenieure mit sozialer und ökologischer Verantwortung
Die Frage nach ökologischer und sozialer Verantwortung wird im Studium der Ingenieurswissenschaften kaum gestellt.  Ziel der Blue Engineers ist es, diesen Missstand zu ändern und dazu haben sie an der TU Berlin eine Projektwerkstatt ins Leben gerufen. Auf dem Camp haben wir weitere Module für die Seminararbeit erstellt werden, aber vor allem ist ein "Starter-Kit" entstehen, mit dessen Hilfe das Konzept auch an andere Universitäten und Betriebe übertragen werden kann.

Zu den Ergebnissen des Projekts  
Vegetarische Tage für die Uni-Mensa
Mehr als vielen bewusst ist, trägt unser übermäßiger Fleischkonsum zu unserem persönlichen Co2-Fußabdruck bei. Wir wollten darauf aufmerksam machen und in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk Leipzig einen vegetarischen Mensatag planen und durchführen. Leider ist es trotz engagierter Arbeit unserer Synagenten dann doch nicht dazu gekommen.

AG6: Vegetarische Tage für die Uni-Mensa
Energiebilanz für das Biozentrum der Uni Würzburg
Öffentliche Institute spielen eine wichtige Rolle für den Gesamtstromverbrauch. Im Gegensatz zu privaten Haushalten ist es hier jedoch ungleich schwerer, nachhaltiges Verhalten anzuregen. Das liegt vor allem daran, dass – außer einem guten Gewissen – überhaupt kein Anreiz zum Energiesparen besteht: derjenige, der Energie spart oder in Energiesparmaßnahmen investiert, sieht in der Regel nichts von den Gewinnen durch die Einsparung.

Arbeitsgruppe 3 hat versucht, das zu ändern, und in Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Köberlein eine Energiebilanz für das Biozentrum der Uni Würzburg erstellt. Das Ergebnis ist beachtlich: Ohne großen Aufwand kann das Biozentrum über 60.000 Euro jährlich einsparen! Die eingesparte Energiemenge entspricht dem Stromverbrauch von 14 Einfamilienhäusern und zusätzlich 67.000 Litern Heizöl im Jahr.

Die Arbeit der AG hat sich gelohnt: Nach wiederholten Treffen mit der Technischen Leitung konnten diese Pläne inzwischen umgesetzt werden. Überall im Biozentrum werden jetzt sparsamere Glühbirnen eingebaut, der energiefressende Warmwassertank im Keller wird durch einen kleineren ersetzt, und der technische Betrieb befasst sich aktuell mit dem hydraulischen Abgleich der Heizungssysteme. Außerdem hat der AK Ökologie der Studierendenvertretung Würzburg die Idee der AG aufgegriffen und bemüht sich aktuell darum, das Projekt auf die gesamte Uni auszudehnen.

Zur Website des AK Öko der Uni Würzburg

Erneuerbar

Entwicklung eines Energieplanspiels
Werden wir es schaffen bis 2050 unsere Energieversorgung komplett auf regenerative Energiequellen umzustellen? Welche Rolle können Biokraftstoffe dabei spielen? Und wie soll man die Frage "Tank oder Teller" bewerten? Gemeinsam mit dem Verein enMUNDO e.V. haben wir ein Energieplanspiel entwickelt, dass  diese und ähnliche Fragen thematisiert und für den Einsatz in Schulen bzw. Universitäten vorbereitet wird.
AG2: enMundo
Sunfried Jena - Aufbau einer Modellsolaranlage
Wie wollen wir in Zukunft nachhaltig unsere Energie beziehen? Wie können wir diejenigen, die es besonders betrifft - die Kinder und Jugendlichen von heute - für Anwendung und Forschung zu diesem Thema begeistern? Unserer Meinung nach besteht eine Antwort auf diese Fragen darin, sich möglichst früh und praxisnah mit dieser Thematik auseinanderzusetzen. Deshalb haben wir auf dem Camp eine Demosolaranlage aufgebaut, die im Rahmen von Projekttagen an Schulen verwendet werden kann.

Zu den Ergebnissen des Projekts  
AG2: Vermarktungsstrategien für Niemprodukte aus Ghana
Verbesserte Öffentlichkeitsarbeit für UniSolar e.V.
Bei einem Unisolarprojekt werden Photovoltaik-Anlagen auf Universitätsgebäuden angebracht und durch studentische Mikrokredite finanziert – ein so durchdachter wie einfacher Ansatz, der sich unter anderem bereits in Dresden, Leipzig, Kassel und Karlsruhe erfolgreich umgesetzt worden ist. Das Unisolar Netzwerk ist ein Hochschulen übergreifendes Projekt, das zum Ziel hat, neue Unisolar-Initiativen zu fördern, etwa durch Vermittlung von Kontakten mit bereits erfolgreichen Initiativen oder durch Materialien wie einem Baukasten, der die nötigen Schritte zur Photovoltaikanlage auf dem eigenen Hochschuldach beschreibt.

Da es sich bei dem Netzwerk um eine rein ehrenamtlich getragene Initiative handelt, der es chronisch an Unterstützung und vor allem an Nachwuchs fehlt, hat sich Arbeitsgruppe 4 zusammen mit Mitwirkenden des Unisolarnetzwerkes zusammengeschlossen, um an einem Wochenende neue Impulse für die Entwicklung des Netzwerkes zu gewinnen und den Unisolar-Neulingen unter den Teilnehmenden dafür erste Einblicke in Unisolar zu gewähren. Dabei sind viele neue Materialien gestaltet worden, von Musteranschreiben über Präsentationen bis zu Vortrags- und Veranstaltungskonzepten. Es wurden konkrete Möglichkeiten zur Verbesserung der Öffentlichkeitsarbeit erarbeitet und eine kleine Kampagne gestartet, um auf das Netzwerk und die einzelnen Initiativen aufmerksam zu machen. Die Ergebnisse wurden auf den folgenden Netzwerktreffen von Unisolar präsentiert und mit großem Interesse aufgenommen und in die Homepage integriert.

Zum Netzwerk von Unisolar

Naturnah

Campusgarten
Der Campusgarten an der Leuphana wurde ursprünglich als Biotopgarten angelegt, um verschiedene natürliche und künstliche Biotope darzustellen. Seit ca. drei Jahren haben wir die Pflege des Gartens übernommen und versuchen, die Biotope weiterhin zu erhalten, den Garten aber auch zu erweitern und einen Teil unserer wissenschaftlichen Forschung “zum Anfassen” darzustellen. Im Camp wurde eine Hecke für den Garten angelegt, um eine natürliche Begrenzung zu schaffen die auch diversen Tieren einen Lebensraum bietet. Dabei wurden Holzbaumaterialien und Materia verwendetl, welches direkt aus dem Garten stammt (Brombeerpflanzen, Weidenzweige etc.). Außerdem wurde der Teich von Krebsscheren gesäubert und ein Kräuterbeet angelegt
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AG2
Wildbienenhotel
Die Natur entert die Stadt! Gärtnern auf Brachen, Imkern auf Dächern und Zucchini auf der Verkehrsinsel. Auf dem Wirkcamp in Tübingen wurde ein Stück Artenvielfalt in die Stadt getragen – mit einem Wildbienenhotel, einem Hochbeet, einer Komposttoilette und Weidenhütten!
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AG5: Wildbienenhotel
Wikiwoods
"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Die nächstbeste Zeit ist jetzt." Dieses ugandische Sprichwort aus dem Schlaue-Sprüche-Postkartenkalender nimmt die Plattform wikiwoods.org ganz wörtlich und hat seit 2007 schon über 67.000 Bäume gepflanzt. Damit aber noch mehr Menschen zur Schaufel greifen, ist auf dem Wirkcamp ein Botschafterprogramm ins Leben gerufen worden. 
AG1: Wikiwoods
Weidenhütten bauen
Im größten Park der Stadt, dem Herrngarten, haben wir aus Weidenruten eine lebende Hütte gebaut, welche Teil eines Aktivspielplatzes werden soll. Nach drei Tagen mit viel Spaß und Enthusiasmus ist der Herrngarten jetzt um einige grüne Dächer reicher. 
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AG5: Weidenhütten
Lebensturm
Damit in betonierte Städte und zurechtgestutzte Stadtgärten wieder Leben zurückkehrt, hat sich der Bund für Umwelt und Naturschutz den "Lebensturm" ausgedacht. Dabei geht es um eine Konstruktion aus Naturmaterialien, die Klein- und Kleinsttieren einen Platz zum Nisten und Unterschlupf bietet. Einen solchen Lebensturm haben wir auf dem Gelände des Klärwerkes in Darmstadt gebaut.
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AG8: BUND

mit Social Entrepeneurs

Morgenwelt
Morgenwelt ist ein Think-and-Do Tank, der sich dem Wandel der Energieversorgung hin zu erneuerbarer Energie und mehr Nachhaltigkeit in allen Teilbereichen des Lebens verschrieben hat. Wir verstehen uns als Sparingspartner, Berater und externer Umsetzer für Kommunen, Stadtwerke und Unternehmen, die sich mit der Frage konfrontiert sehen: Was können wir im Sinne eines nachhaltigeren Handelns anders machen? Dazu haben wir 2009 eine Kooperation mit einem ersten Stadtwerk geschlossen, in dessen Rahmen wir eine Mittelstadt mit 50.000 Einwohner auf dem Weg in eine nachhaltigere Zukunft begleiten.? Nach fünf Jahren Zusammenarbeit steht nun die Überprüfung unserer Arbeit und Neuausrichtung an. Dazu wurde in Lüneburg gearbeitet, konzeptionalisiert und reflektiert.
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AG4
PapierPilz
Unmengen von Papiermüll: Täglich wird die Lebensgrundlage einer jeden Universität – Papier -  tausendfach weggeschmissen. Doch während auf der einen Seite viele schlaue Dinge stehen, ist die andere Seite oft unbedruckt. Warum diesen Blättern nicht neues Leben einhauchen und aus einseitig beschriebenem Papier Blöcke binden? Aus dieser Idee wurde der PapierPilz geboren, der mit mit den Teilnehmern auf dem Wirkcamp Blöcke hergestellt und die Idee, die dahinter steht, weitergesponnen.
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AG3: PapierPilz
Vermarktungsstrategien für Niemprodukte aus Ghana
Niem ist eine der vielseitigen Nutzpflanzen, die man kennt und wird in ihrem Herkunftsland Indien auf vielfältig genutzt. Nun wächst Niem auch im Norden Ghanas sehr üppig, allerdings ohne dass die verarmte Bevölkerung vor Ort einen Nutzen daraus ziehen könnte. Auf dem Camp haben wir die Möglichkeiten eines Vertriebs von Niemprodukten in Deutschland ergründet und ein Social Business Model entwickelt.

Zu den Ergebnissen des Projekts  
AG2: Vermarktungsstrategien für Niemprodukte aus Ghana
Littlebird - Schmackhaft in den Arbeitsmarkt
Wir wollen in Zusammenarbeit mit ,,littlebird" aus Mannheim ein Handbuch zu deren Konzept erarbeiten, das arbeitslosen Jugendlichen einen besseren Einstieg in den Arbeitsmarkt ermöglichen soll. Damit soll die Idee franchise-tauglich gemacht werden.

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AG3: Littlebird - Schmackhaft in den Arbeitsmarkt
T-Shirts gegen Artensterben
Wie lässt sich heute eigentlich für Artenschutz werben? Am Besten subversiv, ohne Zeigefinger, aber dennoch wirksam. Am Besten humorvoll, fokussiert, und trotzdem als Win-win-Situation für alle Beteiligten. Wie so etwas gelingt, hat diese Arbeitsgruppe mit ihrer einfachen, aber überzeugenden Lösung demonstriert.

Während des Wirkcamps wurde das Label Xtinct ins Leben gerufen und viele ansprechende T-Shirts entworfen. Die witzig gestalteten Motive sind Tierarten nachempfunden, deren Aussterben menschlich verschuldet wurde – etwa der Nasenbeutler oder die Stellersche Sehkuh – und gehören auf den ersten Blick der Kategorie “Streetwear” an. Für einen Moment rufen sie im Betrachter Schmunzeln hervor, die Botschaft dahinter stimmt jedoch nachdenklich. Wer die T-Shirts trägt, kann sich auf einer Party blicken lassen, erinnert aber gleichzeitig an das Schwinden der Biodiversität auf unserem Planeten und setzt sich bereits direkt für deren Erhalt ein.

Denn von jedem T-Shirt werden etw 4€ an die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF), einem gemeinnützigem und unabhängigem Verein, gespendet. Die ZGF fördert etwa 70 Projekte in 25 Ländern, die sich aktiv für Artenschutz einsetzen. Als Käufer kann man dabei selbst festlegen, welches Projekt gefördert werden soll. Die T-Shirts werden über den Leipziger Webshop Spreadshirt produziert und vertrieben und sind auf der Internetseite von Xtinct in zahlreichen Designs erhältlich. 

Zum Webshop vom Xtinct 

Künstlerisch

Singvoll
„Wenn niemand mehr singt, schweig auch ich. 
Ich stell die Gitarre in den Hühnerstall,
zum rostigen Fahrrad, zum Federball, 
zur Kleiderkiste für Karneval
und singe nicht mehr für dich.“
(Eric Martin)
Jammerschade wäre das! Wenn doch bereits ein Summen in der Luft den Alltag so viel bunter machen kann. In jedem Alter, rund um die ganze Welt, schon zu allen Zeiten und Gelegenheiten wird und wurde gesungen und Musik gemacht. Oft wie es kommt, mal traurig, grüblerisch, mal fröhlich, lauthals und frei. Genau das war Inhalt dieser AG: Singen und musizieren!! Mit Spaß und der Motivation, die eigene Freude daran zu teilen.
AG4: Singvoll